“Nah dran” mit Andreas Onea

Von

Irene Baldasti

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„Nah dran“ beim Heurigen: Ein Abend, der berührt und Mut schenkt
Leben entfalten ist wie ein bunter Blumenstrauß voller Möglichkeiten: vielfältig, lebendig und
überraschend. Vor allem aber zeigt die Initiative, dass unsere Pfarren weit mehr sind als Orte für den
Sonntagsgottesdienst. Sie sind Impulsgeberinnen, schaffen Gemeinschaft und bieten Menschen ein
Stück Heimat.
Im Seelsorgeraum Nord mit den Pfarren Strebersdorf, Stammersdorf und Cyrill & Method ist
gemeinsam mit der Abteilung begegnung.LEBEN genau daraus etwas Besonderes entstanden: ein
vielfältiges Angebot für Engagierte, Familien, Neugierige und auch für jene, die Kirche bisher eher
von außen wahrgenommen haben.
Eine besondere Blüte dieses „Blumenstraußes“ ist das neue Talkformat „Nah dran“. Schon der erste
Abend machte deutlich, wie viel Kraft in persönlichen Begegnungen steckt.
Am 15. Juni trafen wir uns bei einem Heurigen. Trotz sommerlicher Temperaturen und Fußball-WM
folgten mehr als 120 Menschen der Einladung. Sie nahmen sich Zeit für Begegnung, für Zuhören und
für das Leben.
Eine Geschichte, die unter die Haut geht
Mit Andreas Onea war ein Gast zu erleben, der nicht nur eine beeindruckende Lebensgeschichte
mitgebracht hat, sondern auch große Authentizität und Herzlichkeit ausstrahlt. Von Beginn an war
spürbar: Hier spricht jemand, der aus eigener Erfahrung erzählt.
Er führte die Gäste zurück in seine Kindheit und berichtete von dem schweren Autounfall, der sein
Leben von einem Augenblick auf den anderen veränderte. Der Verlust eines Arms wurde zugleich zu
einer Geschichte über die Liebe, den Mut und die Stärke seiner Familie. Besonders die Erzählungen
über seine Mutter, die ihm das Leben rettete und seinen Vater, der nie aufgegeben hat, berührten
viele Zuhörerinnen und Zuhörer tief.
Aufgeben? Keine Option.
Was Andreas Onea schilderte, war keine klassische Erfolgsgeschichte. Es war ein ehrlicher Bericht
über Hindernisse, Ablehnung und Rückschläge – und über die Entscheidung, trotzdem
weiterzugehen.
Als Kind wurde er von Wettkämpfen ausgeschlossen, weil niemand wusste, wie mit einem
einarmigen Schwimmer umzugehen sei. Regeln standen im Weg, manchmal auch Menschen. Doch er
blieb dran und machte Schritt für Schritt weiter.
Besonders eindrucksvoll war seine Offenheit im Umgang mit Niederlagen. Die knapp verpasste
Medaille bei den Paralympics 2012 hätte für viele das Ende eines Traums bedeutet. Für ihn wurde sie
zum Ansporn. Vier Jahre später stand er bei den Paralympischen Spielen in Rio auf dem Siegerpodest.
Dabei wurde an diesem Abend deutlich: Es geht nicht in erster Linie um Medaillen oder Erfolge. Es
geht um die Haltung dahinter.
Du bist nicht unsichtbar

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Sommerzeit!

Schöne Ferien und einen erholsamen Urlaub wünschen Ihnen die Seelsorger und das Pfarrteam!